Die Kreativität,…

28.09.2015

Goebel_GartenzwergAm vergangen Freitag war ich auf Einladung des Business Circle zum Business-Frühstück im Raiffeisen-Haus. Vortragender: Jörg Reckhenreich, Bildhauer und Unternehmensberater. Super sympathisch, spannend und interaktiv („Was schätzen Sie? Bitte aufzeigen! Zeichnen Sie jetzt ganz schnell Ihren Sitznachbarn…“, etc.). OK, das ist jetzt persönlich nicht so mein Ding, erinnert mich immer an Schule, keine Guten Gefühle.

Aber interessant wieder einmal im Publikum zu sitzen und etwas aus und über meinen Beruf zu hören. Es ging auch hier wieder um die Kompatibilität der beiden Welten Wirtschaft und Kunst, die jetzt gottseidank immer näher zusammenrücken.

Doch auch an diesem Tag musste ich wieder feststellen, dass es mehrheitlich zwar durchaus Interesse gibt an Kunst und Kultur als Impulsgeber, eine erfrischende Neugier an allem was evtl. adaptierbar wäre für persönliche Denkweisen und unternehmerische Strukturen, doch wenn es um ernsthafte Kooperation geht habe ich immer noch den Eindruck, dass Wirtschaftstreibende die Kunst doch lieber auf Distanz halten, warum auch immer.

Nach dem Vortrag erzählte mir ein Excellence –Manager beim klassischem Frühstück (hervorragend organisiert vom Business Circle), dass er in seinem Unternehmen keine externen Kreativen konsultieren bzw. involvieren würde, er möchte lieber das kreative Potential seiner MitarbeiterInnen ausschöpfen.

Ich habe ihn gefragt ob er bzw. seine Frau im Falle eines unerfüllten Kinderwunsches einem Hobby-Chemiker im Freundeskreis mit einem gewissen medizinischen Potential den Auftrag geben würden, mit einem selbst erfundenen Hormonpräparat ihren langersehnten Kinderwunsch zu erfüllen. Er schmunzelte und meinte sein Unternehmen versuche ja keine Kinder zu bekommen sondern Innovation zu befördern. Tja…

Kreativität ist wie Sex – theoretisch nicht übertragbar. Aber die äußeren Umstände wie Philosophie, Umgebung und Vorgangsweise sind wesentlich für den Erfolg. Da hat der Kollege Reckhenreich aber sowas von Recht.