Der Film

Ich gestehe, dass ich selbst nicht weiß, ob Film und Goebel einen Sinn ergeben. Die Arbeit selbst ist immer interessant, wenngleich langwierig und anstrengend, weil Warten einfach kräfteraubend ist, aber das Resultat ist in den allermeisten Fällen doch beeindruckend.

Film ist seit über hundert Jahren ein hoch effektives Tool für emotionale Botschaftsvermittlung, für Unterhaltung, und für Auseinandersetzung. Handwerklich ist es ein völlig anderer Planet als etwa Musical oder andere theatralische Medien. Ein guter Schauspieler muss noch lange kein toller Filmschauspieler sein, und umgekehrt. Ich habe absolute Größen aus Hollywood gesehen, die auf der Bühne am Broadway jämmerlich scheiterten. Umgekehrt ist es nicht viel anders. Ich habe mit wunderbaren Regisseuren zusammengearbeitet, von der Komödie bis zum Historienfilm – allein die ultimative Erleuchtung hatte ich noch nicht. Film ist für mich immer noch mehr Handwerk als göttliches Geschenk, es macht Spaß, es ist Teamwork wie ich es liebe, und in den meisten Fällen ist das Endprodukt auch ein solches, für das man sich nicht schämen muss. Filmarbeit ist eine lange Kette von Erfahrungen im Trial & Error Modus, die im besten Fall irgendwann zu einem sinnvollen und spektakulären Höhepunkt führt. Noch bin ich Handwerker.